Alger – Marseille. Journal d’une rapatriée
Dieses Tagebuch ist das letzte Glied einer Familiensaga, einer Kette von Pieds-Noirs, die vom Beginn der Eroberung bis zur Unabhängigkeit des Landes in Französisch-Algerien ansässig waren. Es basiert auf täglichen Aufzeichnungen. Die Autorin ist ausschließlich um Objektivität bemüht. Sollten ihre Emotionen und ihre Empörung gelegentlich die Oberhand gewinnen, so stützen sie sich zumindest auf reale, erlebte Tatsachen.
Von 1954 bis 1962 berichtet Suzon Pulicani-Varnier über die Ereignisse in Algerien: der erste indigene Aufstand und die Massaker an Europäern am 1. November 1954; die bedeutende Konferenz von Camus in Algier am 21. Januar 1956; die bewegende Verbrüderung vom 16. Mai 1958 und das berühmte "Je vous ai compris" (Ich habe euch verstanden), das de Gaulle auf dem Forum von Algier ausrief; die schleichende Verschlechterung der Lage; die Woche der Barrikaden im Januar 1960; der Putsch der Generäle im April 1961; die Gründung der OAS; die Verträge von Evian vom 19. März 1962 sowie die blutige Schießerei in der Rue d'Isly am 26. März 1962. Schließlich die unbeschreibliche Panik vom Juni 1962, die Tausende von Pieds-Noirs auf Schiffe und Flugzeuge trieb, welche diese Menge an orientierungslosen und fast völlig mittellosen "Heimkehrern" in das französische Mutterland brachten.
Im zweiten Teil ihres Tagebuchs entscheidet sich die Autorin, die zunächst im unabhängigen Algerien leben wollte, nach Frankreich zu ziehen. Dort wird ihr eine Stelle angeboten, die sie für seriös hält, die sich jedoch als illusorisch erweist. Ihre lange Suche nach einer Beschäftigung findet ein glückliches Ende in der Position als Sekretärin von Professor Jean Sutter, dem Leiter der Universitätsklinik für Psychiatrie in La Timone, Marseille.
Publikationsdetails
- Sprache fr
- ISBN (10) 3932711262
- ISBN (13) 9783932711268
- Veröffentlicht 2002
- Autor Suzon Pulicani-Varnier
- Seitenanzahl 144
- Kategorie Collection France-Algérie