Au pays de la paresse. Algérie 1930. Roman colonial
DIE WELT DER NOMADEN IM ALGERISCHEN HOCHLAND
Der Nomade Amor verliebt sich in die schöne Nedjma. Um die Mitgift bezahlen zu können, ist er gezwungen, in der Eisenerzmine von Ouenza (zwischen Souk-Ahras und Tébessa) zu arbeiten. Nedjmas Vater bevorzugt jedoch seinen Rivalen Seghir, der ihm fruchtbares Land anbietet, das er schon immer begehrt hat.
Amor beschließt daraufhin, Nedjma zu entführen und nach Tunesien zu fliehen...
Mit einer unvergleichlichen Genauigkeit und Klarheit schildert Charles Courtin, gestützt auf seine langjährige Erfahrung als Verwalter des Bled, erneut die Welt der Nomaden im algerischen Hochland.
Diese Nomaden "im Land der Trägheit", die unter der französischen Kolonialherrschaft sesshaft wurden, wandeln sich erneut in "moderne Nomaden", indem sie ihre Douars verlassen, um bei den "Ungläubigen" zu arbeiten – in der Mine von Ouenza oder durch die Überquerung des Mittelmeers.
Und dank dieses Geldes und dieses langsamen Mentalitätswandels scheinen die Muslime ihre Rache vorzubereiten:
"Die Muslime kauften ihr Land von den Christen zurück. Ihren Lohn, das Geld, mit dem die Roumis ihre Mühen entgolten, verwendeten sie für diese hinterhältige Rückgewinnung des Bodens. Das Land der Vorfahren holten sie sich Stück für Stück mühsam zurück. Diese Arbeit, die sie verachteten, war eine Waffe, die die Roumis ihnen anboten, um sie zu besiegen, eine furchterregende Waffe, die vielleicht die Niederlage ihrer Rasse herbeiführen würde, weil sie die Bedrohung erst zu spät spüren würden."
Anmerkungen, Kommentare und Analysen von Wolf Albes.
Mit einer Dokumentation über die Mine von Ouenza.
Neuauflage der Originalausgabe von 1942 (Librairie Alphonse Lemerre, Paris) : Au Pays de la Paresse
Sammlung Frankreich-Algerien 57
22 €
Publikationsdetails
- Sprache fr
- ISBN (10) 3932711742
- ISBN (13) 9783932711749
- Veröffentlicht 2020
- Autor Charles Courtin
- Seitenanzahl 184
- Kategorie Collection France-Algérie